
24. Januar 2025, 15:12 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Das Tierregister TASSO vermeldet jährlich seine Neuanmeldungen und kürt die beliebteste Hunderasse Deutschlands. Was sich an der Statistik über die Präferenzen der Halter ablesen lässt.
In Haushalten in Deutschland leben über zehn Millionen Hunde – und dabei hat eine laut den jährlichen Neuanmeldungen beim Tierregister TASSO seit Jahren die Schnauze vorn. Bei einer der beliebtesten Hunderassen zeigte sich 2024 jedoch ein klarer Abwärtstrend – was Tierschützer freuen dürfte.
Mischling seit Jahren auf Platz 1
Laut der Tierschutzorganisation, die Europas größtes kostenloses Heimtierregister betreibt, bleibt der Mischling, wie auch schon in den letzten Jahren, klar auf Platz 1. Mehr als 95.000 Mischlinge wurden im Jahr 2024 bei TASSO neu registriert. Auf Platz 2 folgt der Labrador Retriever, der alle anderen Rassehunde mit einem klaren Vorsprung hinter sich lässt, wie die Statistik der letzten acht Jahre deutlich zeigt. Demnach wurden mehr als 15.000 Labradore neu angemeldet.
Im Mittelfeld liegen Golden Retriever, Chihuahua und Deutscher Schäferhund mit Registrierungszahlen zwischen 8.800 und 8.000 Hunden nahe beieinander. Für die erste Überraschung – und die schlechteste Platzierung der letzten Jahre – sorgt die Französische Bulldogge, die nur noch den sechsten Platz im Ranking belegt. Könnte dies der Beginn des Abwärtstrends der qualgezüchteten Hunde bedeuten? Tierschutzorganisationen, mit deren Hilfe 2024 wegweisende Urteile für ein Verbot der Hunderasse erwirkt werden konnten, würden sich sicher freuen (PETBOOK berichtete).
Gesundheit steht über Beliebtheit
Denn wichtiger als die Beliebtheit einzelner Rassen sei die Gesundheit der Tiere, wie TASSO in der Pressemitteilung zur Statistik schreibt. Besonders bei Hunderassen, die im Trend liegen, kann die Gesundheit durch intensive Zucht – insbesondere durch unseriöse Vermehrung – erheblich leiden. Rassebedingte Erkrankungen treten dann verstärkt auf.
„Steigt die Nachfrage nach einzelnen Rassen plötzlich massiv an, können seriöse Züchter die Nachfrage kaum befriedigen. Das öffnet Verbrechern Tür und Tor. Sie verkaufen zu junge und oft kranke Welpen von unseriösen Vermehrern, die häufig im Ausland tätig sind“, sagt TASSO-Leiter Philip McCreight. Die Tiere werden unter erbärmlichen Umständen gehalten, nicht medizinisch versorgt und sind häufig schlecht sozialisiert. Nicht selten werden sie krank, kaum dass sie in Deutschland bei ihrer neuen Familie sind.
„Der illegale Welpenhandel ist nach wie vor ein großes Problem in Deutschland, unter dem viele Tiere und letztlich auch ihre neuen Familien leiden. Gesundheitliche, emotionale und finanzielle Risiken sind bei diesen Tieren oft unkalkulierbar“, mahnt McCreight. Daher sei es wichtiger, dass der jeweilige Hund zu seinen Menschen passt und auf seriösem Wege in die Familie kommt. Der erste Weg sollte daher idealerweise über den Tierschutz führen.
»Trends sollten keinesfalls die Entscheidung für einen Hund beeinflussen
„Wir wissen, dass das Interesse an der Statistik der beliebtesten Hunderassen groß ist. Gleichzeitig gehen wir damit sehr vorsichtig um“, erklärt McCreight weiter. „Es ist uns wichtig zu betonen, dass Trends keinesfalls die Entscheidung für einen Hund einer bestimmten Rasse beeinflussen sollten.“
Viele Hunde, darunter auch Rassehunde und junge Tiere, landen zudem unverschuldet im Tierheim und warten dort auf eine neue Chance. Wer sich für einen Rassewelpen vom Züchter entscheidet, sollte daher unbedingt sicherstellen, dass die Zucht seriös ist, um nicht Opfer der Machenschaften krimineller Welpenhändler zu werden.

Ranking Die beliebtesten Hunderassen Deutschlands

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Das Ranking der beliebtesten Hunderassen 2024 im Überblick
1. | Mischling |
2. | Labrador Retriever |
3. | Golden Retriever |
4. | Chihuahua |
5. | Deutscher Schäferhund |
6. | Französische Bulldogge |
7. | Australian Shepherd |
8. | Jack Russell Terrier |
9. | Malteser |
10. | Havaneser |