
15. Februar 2025, 8:26 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Hunde, die vor Geschäften angebunden warten, sind ein alltäglicher Anblick – doch für die Tiere kann das gefährlich werden. Die Tierschutzstiftung Vier Pfoten warnt vor Diebstahl und gibt Tipps, wie Halter ihre Vierbeiner besser schützen können.
Viele Hundebesitzer binden ihre Vierbeiner kurz vor Geschäften an, während sie einkaufen. Doch die Stiftung Vier Pfoten rät dringend davon ab. Welche Tiere besonders gefährdet sind, wie man seinen Hund besser vor Diebstahl schützt und was im Ernstfall zu tun ist.
Risiko des Hunde-Diebstahls
Nur kurz einkaufen, während der Hund draußen wartet – und schon ist es passiert: Das Tier ist nicht mehr da. Dann ist die Verzweiflung groß und die Wahrscheinlichkeit, das Tier wiederzubekommen, leider sehr gering.
Daher warnt die Tierschutzstiftung Vier Pfoten warnt ausdrücklich davor, Hunde unbeaufsichtigt vor Läden, im Auto oder an leicht zugänglichen Orten zu lassen. Auch wenn der Zugang zum Grundstück für Fremde leicht möglich ist, gelte dies grundsätzlich, rät die Stiftung.
Nicht selten würden vor Läden angeleinte Vierbeiner gestohlen. Vor allem kleine und zutrauliche Hunde seien gefährdet. Das Risiko sei erheblich, da Kriminelle gezielt nach leicht zu entwendenden Tieren suchen. Auch als diebstahlsicher angepriesene Leinen oder Schlösser bieten laut Vier Pfoten keinen verlässlichen Schutz. „Wer ein Tier stehlen wolle, werde einen Weg finden – etwa indem er oder sie einfach das Halsband entfernen.“
Alternative: Training zum Alleinbleiben
Am besten bleibt das Tier also ganz entspannt zu Hause. Allerdings geht dies nicht von jetzt auf gleich, sondern muss gut vorbereitet werden. Daher rät auch Vier Pfoten den Hund darauf zu trainieren, einige Stunden alleine zu Hause bleiben zu können. In der Zeit ließen sich dann Einkäufe und andere Dinge erledigen. Auf diese Weise können Halter ihre Besorgungen erledigen, ohne das Tier einem unnötigen Risiko auszusetzen.
Mikrochip und Registrierung erhöhen Wiederfind-Chancen
Falls es dennoch zu einem Diebstahl oder Verschwinden des Hundes kommt, kann ein implantierter Mikrochip helfen. Damit die Chancen im Fall der Fälle besser stehen, dass man das Tier wiederfindet, empfiehlt Vier Pfoten, ihm beim Tierarzt einen Mikrochip implantieren zu lassen. Diese Maßnahme ist auch für Katzen sinnvoll. Die Kosten für das Chippen liegen zwischen 30 und 50 Euro.
Allerdings bringt der Chip nichts, wenn die Nummer nicht in einem Tiermelderegister hinterlegt ist. Bei Tasso oder dem Findefix-Register des Deutschen Tierschutzbundes kann man seine Tiere in der Dantenbank registieren. Beide Register sind kostenlos.

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Sofortmaßnahmen bei Verdacht auf Hunde-Diebstahl
Wenn der Verdacht besteht, dass ein Hund gestohlen wurde, ist laut Vier Pfoten schnelles Handeln gefragt. Am besten gleich die Polizei einschalten, Passanten fragen, ob sie etwas gesehen haben, und örtliche Tierheime und Tierkliniken involvieren. Zudem können Steckbriefe mit einem Foto und einer Beschreibung in der Umgebung verteilt werden, um Hinweise aus der Nachbarschaft zu erhalten.
Mit Material der dpa