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Transportmöglichkeiten

Hund sicher im Auto transportieren – so geht’s richtig 

Hund sicher transportieren
Die Transportbox bietet eine gute Möglichkeit, seinen Hund sicher im Auto zu transportieren. Foto: fotografixx/Getty Images
Porträtbild Mareike Schmidt
Werkstudentin

9. März 2025, 16:56 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Ob Transportbox, Sicherheitsgurt oder Autositz – PETBOOK gibt einen Überblick, wie Sie Ihren Hund sicher im Auto transportieren und welche Tipps für eine ruhige Autofahrt sorgen können.

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Wenn man seinen Hund sicher im Auto transportieren möchte, gibt es einiges zu beachten. Von der Gewöhnung ans Autofahren bis hin zur richtigen Transportmöglichkeit – PETBOOK gibt einen Überblick. Denn die Autofahrt mit Hund muss nicht gleich Stress für alle Beteiligten bedeuten.

Wie transportiere ich meinen Hund sicher im Auto?

Das Wichtigste beim Transport Ihres Hundes im Auto ist die Sicherheit – sowohl die des Tieres als auch die der Mitfahrer. Ein ungesichertes Tier kann schnell zur lebensbedrohlichen Gefahr werden, wenn es etwa durch schnelles Bremsen zum Wurfgeschoss im Auto wird. Um derartige Gefahren zu vermeiden, sollten Sie den Hund bestmöglich im Auto anschnallen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Hunde-Autositz

Beim Hunde-Autositz handelt es sich um eine stabile Sitzmöglichkeit für Ihren Hund. Der Sitz darf auf dem Rücksitz, hinter dem Vordersitz oder im Laderaum Ihres Fahrzeugs angebracht werden – aber nicht auf dem Beifahrersitz.

Ein Hunde-Autositz eignet sich für kleine bis mittelgroße Hunde. Er wird mit einem Gurtsystem oder einer Isofix Halterung am Sitz befestigt. Wichtig ist es, den Hund innerhalb des Sitzes zusätzlich mit einem geeigneten Brustgeschirr und Gurt zu sichern. Die Kurzleine sollte dabei so eingestellt sein, dass es dem Hund nicht möglich ist aus dem Sitz herauszuspringen.

Bestimmte Modelle können dem Hund auch als Schlafplatz dienen und außerhalb des Autos als Tragekorb genutzt werden.

Mit Sicherheitsgurten auf der Rückbank

Mit speziellen Sicherheitsgurten können Sie Ihren Hund auf dem Rücksitz sicher transportieren. Dabei sollte er ein geeignetes und gepolstertes Brustgeschirr mit stabilen Metallverschlüssen tragen. Gängige Geschirre, die zum Gassigehen genutzt werden, eignen sich nicht. Bei einem Aufprall würden sie zu schnell reißen. Auf keinen Fall dürfen Sie den Hund am Halsband sichern! Denn: „Das kann schon bei abruptem Bremsen zu ernsthaften Verletzungen im Halsbereich führen“, warnt Diplom-Biologin und Heimtier-Expertin Judith Förster von der Tierschutzstiftung „Vier Pfoten“.

Der Sicherheitsgurt wird in das übliche Gurtsystem gesteckt. Da er dem Hund noch viel Bewegungsspielraum bietet, sollte im Vorhinein gut überlegt werden, ob diese Transportmöglichkeit für den eigenen Hund eine gute Idee ist. Besonders Hundehalter von unruhigen Hunden und Hunden, die mit dem Autofahren bisher nicht vertraut sind, sollten auf andere Transportmöglichkeiten zurückgreifen.

Eine spezielle Decke, die an den Kopfstützen des Fahrers oder Beifahrersitzes befestigt wird, schützt den Hund zusätzlich und verhindert, dass er bei einem Aufprall nach vorn geschleudert wird.

Sicher in der Transportbox

Die Transportbox bietet den meisten Hunden Geborgenheit während des Transports. „Außerdem bietet sie die größte Sicherheit, da der Hund hier nicht hin- und hergeschleudert werden kann“, so Judith Förster. Denn je kleiner der Raum ist, desto besser ist der Hund geschützt. Wichtig ist aber dennoch, dass er sich in der Box drehen und auch stehen kann. Auch ein ausreichender Luftaustausch sollte gegeben sein. Nach einer Gewöhnung an die Transportbox wird sich Ihr Hund in ihr wohlfühlen und die Autofahrt stressfrei bewältigen können.

Die Transportbox gibt es in den unterschiedlichsten Größen und Materialien und eignet sich so gut wie für jede Hunderasse. Kleine Transportboxen können im Fußraum hinter dem Vordersitz gestellt werden. Größere Boxen müssen jedoch im Kofferraum befestigt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Transportbox bei geschlossenem Kofferraum nicht verrutschen kann. Größere Modelle sollten Sie zusätzlich mit einem Trenngitter oder Gurten sichern. Um den Hund bei einem Unfall größtmöglich zu schützen, sollte die Box quer zur Fahrtrichtung stehen.

Auch interessant: Hitzschlag beim Hund im Auto – die unterschätzte Gefahr

Was sagt eigentlich die Straßenverkehrsordnung?

Die Straßenverkehrsordnung schreibt zwar keine direkte Anschnallpflicht für Katzen und Hunde vor, dennoch müssen Fahrzeugführer sicherstellen, dass sie die Tiere, die als Ladung betrachtet werden, ausreichend sichern. Der genaue Sicherungsmechanismus ist im Paragraf 22 festgelegt: Bei Vollbremsung oder plötzlichem Ausweichmanöver darf die Ladung im Auto nicht verrutschen oder herumrollen.

Rechtliche Konsequenzen bei Missachtung

Wenn Sie Ihren Hund nicht ausreichend im Auto sichern, müssen Sie mit einem Bußgeld von etwa 35 Euro rechnen. Wenn Ihr Fehlverhalten den Straßenverkehr gefährdet, liegt die Strafe bei 60 Euro. Bei Sachbeschädigung erhöht sich das Bußgeld auf 75 Euro. Zusätzlich ist mit einem Punkt in Flensburg zu rechnen.

Doch die Strafe ist nichts im Vergleich zu dem Leben der Fahrer und natürlich des Hundes.

Tipps für Autofahrten mit dem Hund

Um Ihrem Hund eine bestmögliche und entspannende Autofahrt zu gewährleisten, sollten Sie einige Punkte berücksichtigt. Denn nicht nur für Menschen sind längere Fahrten anstrengend, auch die Vierbeiner können schnell gestresst sein.

Generell gilt: Bevor man den Hund mit auf eine lange Autofahrt nimmt, sollte er durch regelmäßiges Training ausreichend an die Situation im Auto gewöhnt werden.

  • Stellen Sie Ihrem Hund ausreichend Wasser zur Verfügung. Das Füttern während der Fahrt empfiehlt sich nicht, da einige Tiere durch Nervosität zum Übergeben neigen.
  • Regelmäßige Stopps einlegen, um Ihrem Hund Auslauf zu bieten.
  • Lieblingsspielzeug oder die geliebte Kuscheldecke mitnehmen: Vertraute Gegenstände können den Hund beruhigen und dazu führen, dass er sich schneller wohlfühlt.
  • Die richtige Temperatur einstellen: Klimatisieren Sie das Auto ausreichend. Gerade an heißen Tagen kann es Ihrem Hund schnell zu heiß werden, da er nicht schwitzen kann. Einen Zug sollte der Vierbeiner aber auch nicht abbekommen.
  • Es ist ratsam, vor jeder Fahrt das Halsband Ihres Hundes durch ein Geschirr zu ersetzen, um mögliche Verletzungen – im Falle einer Paniksituation des Hundes – durch Strangulation zu vermeiden.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Hund keinem direkten Fahrtwind ausgesetzt ist. Das Fenster sollte daher nicht mehr als einen Spaltbreit geöffnet sein. „Bekommt der Hund während der Fahrt dauerhaft den Fahrtwind ab, besteht die Gefahr einer Bindehautentzündung“, sagt Heimtier-Expertin Judith Förster.

Mit Material der dpa

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Quellen

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