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Trainerin erklärt

Warum die Beißhemmung beim Hund so wichtig ist und wie man sie trainiert

Porträt Saskia Schneider auf dem PETBOOK Relaunch
Redaktionsleiterin

1. April 2025, 14:34 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Unter Beißhemmung versteht man die Fähigkeit eines Hundes, die Kraft seines Bisses zu kontrollieren. Das erlernen die Tiere bereits im Welpenalter. Aber auch danach sollte man die Beißhemmung weiter trainieren, sonst kann es später zu ernsten Verletzungen kommen. Hundetrainerin Katharina Marioth erklärt, warum die Beißhemmung so wichtig ist.

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Wer sich einen Welpen holt, hat meist ganz genaue Vorstellungen, was dieser alles lernen und können soll. Doch nur wenige denken dabei an die Beißhemmung. Doch gerade das ist ein entscheidender Punkt in der Erziehung der kleinen Vierbeiner. Denn ein Hund ohne Beißhemmung kann schnell zum Risiko werden – das sagt Hundetrainerin Katharina Marioth im Interview mit PETBOOK.

Was ist Beißhemmung?

Beißhemmung beschreibt die Fähigkeit eines Hundes, die Kraft seines Bisses zu kontrollieren. Denn Hunde benutzen ihr Maul nicht nur zum Fressen. Sie erkunden damit die Welt und teilen auch Zärtlichkeiten untereinander aus. Im Zusammenleben ist es daher entscheidend zu lernen, wie viel Kraft bei welcher Interaktion zum Einsatz kommt.

Die Beißhemmung wird bereits im Welpenalter erlernt – durch Mutter und Wurfgeschwister. „Wenn ein Welpe zu fest zubeißt, hört das Spiel auf oder der andere Welpe geht weg“, erklärt Marioth. „Ein Hund ohne Beißhemmung kann gefährlich werden – die Schwelle von ‚Zahn auf Haut‘ zu ‚Zahn in der Haut‘ ist dann nicht weit“, warnt sie.

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Wie trainiert man die Beißhemmung?

Im neuen Zuhause müsse das Training daher unbedingt weitergehen. Welpenbesitzer sollten klar machen: „Zahn auf Haut ist ein No-Go.“ Wichtig sei jedoch, dabei auf Strafe zu verzichten. Stattdessen solle man bei einem Fehlverhalten einfach ruhig die Interaktion beenden: „Hat er sich beruhigt, geht es weiter.“

Von Methoden wie dem beliebten „Quietschen“ hält Marioth wenig: „Zum einen möchte ich nicht quietschend durch meine Wohnung laufen. Zum anderen kann ein quietschendes Geräusch in manchen Fällen sogar Jagdverhalten auslösen.“

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Können auch ältere Hunde eine Beißhemmung erlernen?

Auch wenn ein Hund älter ist, sei es nicht zu spät für Training – allerdings sei dann mehr Geduld gefragt. „Entscheidend ist, dass vorher keine gegenteiligen Verhaltensweisen gefördert wurden“, so Marioth. Generell sieht die Hundetrainerin bei Hundehaltern noch großen Aufklärungsbedarf. Viele unterschätzten das Thema – mit möglicherweise gefährlichen Folgen.

Besonders im Umgang mit Kindern oder beim Tierarzt sei eine gute Beißhemmung unerlässlich. Denn Hunde könnten sehr wohl unterscheiden, was ins Maul gehört – und was nicht: „Ein Hund, der gelernt hat, dass Haut tabu ist, wird das auch verinnerlichen.“

Das ganze Interview mit Hundetrainerin Katharina Marioth sehen Sie im Video.

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