
25. Oktober 2024, 7:09 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Ob im luxuriösen Wohnmobil, im gut ausgestatteten Wohnwagen oder im hippiemäßigen Bulli: Camping liegt im Trend! Katzenbesitzer dürften allerdings bei Fotos von malerisch gelegenen Campingplätzen und mit Lichterketten dekorierten VW-Bussen ins Grübeln kommen. Schließlich kann man Hunde häufig problemlos in den Campingurlaub mitnehmen – aber wie ist das mit Katzen?
Der Camping-Boom hält weiter an. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben im vergangenen Jahr so viele Menschen wie noch nie auf Campingplätzen in Deutschland übernachtet: Rund 42,3 Millionen Übernachtungen zählten die deutschen Campingplätze im Jahr 2023. 1 Wie viele Katzen unter den Gästen waren, ist leider nicht bekannt. Ob und wie Camping mit Katze klappen kann, lesen Sie im Folgenden.
Kann man eine Katze mit zum Camping nehmen?
Die schlechte Nachricht zuerst: Katzen gelten als ortstreue Gewohnheitstiere. Sie lieben es, ausgiebig durch ihre vertraute Umgebung zu streifen und stets zur selben Zeit ihr Futter zu bekommen. Aus ihrem Revier gerissen zu werden, mögen sie daher überhaupt nicht – meistens jedenfalls. Wahr ist aber auch: Katzen besitzen individuelle Charaktereigenschaften. Es gibt ängstliche und mutige Vertreter, neugierige und schüchterne, abenteuerlustige und sicherheitsbedürftige.2
Ob Sie Ihr Tier mit in den Campingurlaub nehmen sollten, hängt also nicht zuletzt von deren Persönlichkeit ab. Sie sollten Ihr Haustier am besten kennen: Ist die Katze eher auf Sie als Besitzer als auf ihr Revier fixiert? Steigt sie problemlos in die Transportbox und nimmt sie die regelmäßigen Fahrten zum Tierarzt gelassen hin? Dann könnte auch ein Campingurlaub mit Ihrer Katze möglich sein.
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Camping mit Katze: Das sollten Sie beachten
Weitere wichtige Faktoren sind die Haltungsform und das Alter der Mieze. Generell lassen sich Wohnungskatzen nämlich leichter an die vorübergehende Unterbringung im Wohnmobil oder Wohnwagen gewöhnen als Freigänger. Ältere Tiere sind oftmals ruhiger und gelassener, während der gemeinsame Aufenthalt im Campingbus mit einer jungen, aktiven Katze durchaus anstrengend werden kann.
Haben Sie die Entscheidung getroffen, Ihre Katze mit zum Camping zu nehmen, muss die Reise gut vorbereitet werden. Stellen Sie sicher, dass an Ihrem geplanten Urlaubsort Haustiere, insbesondere Katzen, gestattet sind. Bei Reisen innerhalb der EU müssen Sie den Heimtierausweis Ihres felinen Begleiters mitführen. Darin muss die Transpondernummer des implantierten Mikrochips genauso vermerkt sein wie der Nachweis einer vollständigen Tollwutimpfung. Je nachdem, für welches Land Sie sich als Reiseziel entscheiden, gelten unter Umständen weitere gesetzliche Vorschriften für die Einfuhr eines Haustiers. Bitte informieren Sie sich vorab bei den zuständigen Behörden. 3

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Tipps für den Campingurlaub mit Katze
Überlegen Sie sich vor Reiseantritt, wie Ihr Haustier den Campingurlaub verbringen wird: Soll es die gesamte Zeit über im Fahrzeug bleiben? Dann ist es besonders wichtig, der Katze verschiedene Rückzugsmöglichkeiten wie Körbchen und Kuschelhöhlen zur Verfügung zu stellen. Möchten Sie die Katze an der Leine über den Campingplatz führen, üben Sie rechtzeitig das Anlegen des Geschirrs mit Ihrer „Miezbewohnerin“. Sind Sie sich sicher, dass Ihr Haustier zuverlässig zu Ihnen zurückkehrt, können Sie es auch frei über den Zeltplatz spazieren lassen – sofern dort Haustiere erlaubt sind.
Packen Sie die gewohnte Katzentoilette sowie die bekannte Katzenstreu und das Lieblingsfutter Ihres Vierbeiners ein. Dadurch halten Sie die Veränderungen so gering wie möglich. Durch ein Pheromonspray bzw. Pheromonstecker schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre in der ungewohnten Umgebung. Denken Sie außerdem an die Futternäpfe und ggf. den Trinkbrunnen sowie das Spielzeug Ihrer tierischen Reisepartnerin. Soll sie während des Urlaubs im Fahrzeug bleiben, ist es sinnvoll, Fenster und Türen mit Katzennetzen zu versehen, um ein versehentliches Entwischen zu verhindern.