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Rechtzeitig helfen

Wie man Schmerzen bei Kleintieren erkennt

Ein dreifarbiges, glattes Meerschweinchen sitzt in seinem Stall.
Bei Kleintieren Schmerzen zu erkennen, ist manchmal gar nicht so leicht, denn die kleinen Tiere verstecken ihre Symptome mitunter Foto: Getty Images
Porträt-aufnahme von PETBOOK-Redakteurin Natalie Dekcer mit Katze auf Arm
Freie Autorin

17. September 2022, 17:58 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Kaninchen, Meerschweinchen und Ratten sind Meister darin, gesundheitliche Probleme zu verbergen. Denn in der freien Natur würde es für diese klassischen Beutetiere den sicheren Tod bedeuten, wenn sie ihre Krankheit zur Schau stellen würden. Für Besitzer von Kleintieren bedeutet das: Man muss schon sehr genau hinsehen, um festzustellen, ob ein Kleintier Schmerzen hat und dem Tierarzt vorgestellt werden sollte.

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Je besser ein Kleintierhalter seine Lieblinge kennt, desto besser. Krankheiten und Schmerzen äußern sich bei Kaninchen, Meerschweinchen und Ratten nämlich häufig durch minimale Verhaltensänderungen. Mag ein Kleintier beispielsweise nicht mehr fressen, kann dies auf Zahnprobleme oder eine Infektion hindeuten. In diesem Fall muss es schnellstmöglich zum Tierarzt gebracht werden, denn es besteht Lebensgefahr. Kaninchen und Meerschweinchen müssen regelmäßig Nahrung aufnehmen, da ansonsten ihre Verdauung zum Erliegen kommt. Wie man bei Kleintieren sonst noch Schmerzen erkennen kann.

Wie verhält sich ein Kaninchen, wenn es Schmerzen hat?

Ein krankes Kaninchen kann apathisch wirken: Es zeigt dann keinerlei Interesse an seinen Artgenossen und zieht sich zurück. Wenn die Langohren deutlich hörbar mit den Zähnen knirschen, kann dies ein weiteres Anzeichen für Schmerzen sein. Allerdings sollte der Besitzer genau hinhören: Während ein leises Zähneknirschen ein Ausdruck für Wohlbefinden ist, deutet ein starkes Mahlen mit den Zähnen auf Schmerzen beim Kleintier hin.

Auch das Aussehen des Kaninchens kann Aufschluss über seinen Gesundheitszustand geben. Liegen die Augäpfel tief in den Augenhöhlen und sind die Lider geschlossen, kann dies bedeuten, dass das Tier Schmerzen hat. Eine erhöhte Atemfrequenz, eine angespannte Muskulatur und starker Speichelfluss sprechen ebenfalls dafür, dass dem Kaninchen etwas wehtut.

Wie verhalten sich kranke Meerschweinchen?

So wie andere Kleintiere auch, sind Meerschweinchen schwierige Patienten, die nicht gerne preisgeben, dass sie Schmerzen haben. Wertvolle Hinweise liefert das Fell: Wirkt dieses stumpf oder sind sogar kahle Stellen erkennbar, spricht dies dafür, dass das Meerschweinchen krank ist. Abstehendes Fell kann auf Schmerzen hindeuten – allerdings kommt es hier auf die äußeren Umstände an. Denn Meerschweinchen sträuben ihr Fell auch, wenn sie frieren oder einen Artgenossen beeindrucken möchten.

Typisch für kranke Meerschweinchen ist auch eine Veränderung ihrer Körperhaltung und /oder ihrer Bewegungen. Hat ein Schweinchen akute Schmerzen, kann die Haltung deutlich gekrümmt sein. Bei chronischen Schmerzen wird unter Umständen jede Bewegung vermieden.

Vorsicht: Wird ein krankes Meerschweinchen gestreichelt oder hochgehoben, kann es seinen Besitzer beißen.

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Wann sollte man mit einer Ratte zum Tierarzt gehen?

Ratten haben zwar nur eine Lebenserwartung von zwei, maximal drei Jahren – doch auch sie sollten keine unnötigen Schmerzen erleiden müssen und zum Tierarzt gebracht werden, wenn sie krank sind. Chronische Schmerzen aufgrund von Parasiten- bzw. Pilzbefall äußern sich beispielsweise durch anhaltendes Kratzen. Bei starken Schmerzen können Ratten auch einen lauten, quietschenden Schrei ausstoßen.

Im Allgemeinen ist jede Art der krankhaften Verhaltensänderung ein Grund für einen Tierarztbesuch. Wenn eine Ratte mehr schläft als gewöhnlich, wenn sie unruhig wirkt oder ihr Gang unrund erscheint, sollte sie in die Tierarztpraxis gebracht werden. Denn genau wie beim Menschen gilt auch bei Kleintieren mit Schmerzen: Je eher mit der Behandlung begonnen wird, desto besser sind die Heilungschancen. Wer den Tierarztbesuch hinauszögert, riskiert eine Verschlimmerung der Symptome bzw. schwerwiegende Folgeerkrankungen.

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Quellen

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