Direkt zum Inhalt wechseln
logo Das Magazin für alle Tierbesitzer und -liebhaber
Salzburg

Katze auf Baustelle aufgespießt – so geht es ihr

Eine Katze hockt auf einer Betonwand und schaut genervt
Die Österreichische Tierrettung rückte aus, um eine Katze zu retten, die sich auf einer Baustelle auf einer Eisenstange aufgespießt hatte (Symbolfoto) Foto: Getty Images
Louisa Stoeffler
Redakteurin

4. März 2023, 16:32 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Die Österreichische Tierrettung hat ein Notruf erreicht, dass sich eine Katze, auf einer Baustelle auf einer Eisenstange aufgespießt hat. Das Einsatzteam eilte zur Rettung. So geht es dem Tier jetzt.

Artikel teilen

In unserem Nachbarland ereignete sich ein Fall, der Tierretter staunen ließ. Morgens um 6.50 Uhr erhielt die ehrenamtliche Österreichische Tierrettung über den 24-Stunden-Notruf die Meldung, dass sich eine Katze in Salzburg auf einer Baustelle aufgespießt hatte. Ein Bauarbeiter hatte das Tier dort vor Arbeitsbeginn gefunden. Die Katze hing auf einem Eisenbetonstück. Die Tierrettung reagierte sofort und rückte aus, um das Tier zu retten. PETBOOK sprach mit der Österreichischen Tierrettung über den dramatischen Fall.

***Triggerwarnung: Dieser Artikel enthält grafische Bilder des Unfalls.***

Mit Blaulicht zur aufgespießten Katze auf der Baustelle

Oswin Muir von der Tierrettung schilderte PETBOOK die unglaubliche Rettung der Katze auf der Baustelle. „Wir sind mit Blaulicht dorthin gefahren, weil es hieß, keine Zeit zu verlieren.“ Die Mitarbeiter haben sich vor Ort einen kurzen Überblick über die Lage verschafft und dann sehr professionell gehandelt. Warum? „Normalerweise schockt einen das menschliche Gefühl in solchen Momenten und man denkt, ich muss die Katze jetzt von dem Betoneisen herunterziehen“. Dies wäre in der Notsituation, in der sich die Katze befand, jedoch das Falsche gewesen und mit großen Gefahren verbunden. Die inneren Organe hätten dadurch schwer verletzt werden können. Den Grad der Verletzung festzustellen, war vor Ort sehr schwierig.

Eine Mitarbeiterin der Tierrettung habe stattdessen mit der Hilfe eines Bauarbeiters und einem Bolzenschneider das Eisenstück abgetrennt. Daraufhin wurde die Katze schonend ins Rettungsfahrzeug gebracht, schonend gelagert und sofort in die Tierklinik gefahren. Dort wurde das Tier geröntgt. Es stellte sich heraus, dass die kleine Katze Glück im Unglück hatte. Kein inneres Organ wurde verletzt, sie hatte lediglich eine Muskelverletzung. „Die Katze hat maßloses Glück gehabt“, sagte Muir zu PETBOOK. „In dem Moment hat sie wohl alle ihre neun Leben gebraucht“.

Auch interessant: Warum Großbritannien zu Beginn der Corona-Pandemie alle Katzen töten lassen wollte 

Facebook Platzhalter
An dieser Stelle findest du Inhalte von Drittanbietern
Um mit Inhalten von Drittanbietern zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.
Mehr zum Thema

Katze hat „maßloses Glück gehabt“

Der Tierarzt stellte neben der Verletzung ebenfalls fest, dass die Katze wohl „mindestens zwei Stunden in dieser misslichen Lage gewesen sein muss“, ordnet Muir die Rettung des Tieres für PETBOOK ein. Auch eine kleinere Operation war jedoch trotzdem notwendig, um das Eisen zu entfernen, danach habe die Katze einen stabilen Verband bekommen und konnte, noch im Halbschlaf, dem Besitzer übergeben werden. „Sie wird noch ein paar Wochen hinken, das ist so, aber es wird von diesem dramatischen Vorfall im Prinzip nichts an der Katze hängenbleiben“, sagte Muir PETBOOK weiter.

Nicht jeder Einsatz der Tierschützer geht immer gut aus. Der Tierretter zu PETBOOK: „Dies sind die Augenblicke, für die wir arbeiten, wofür wir unsere Kraft einsetzen“. Viele Einsätze gingen leider nicht so gut aus, und keiner sei je wirklich Routine. „Aber eine Geschichte wie die der Katze mit dem Betoneisen? Wenn es gut ausgeht und wir wissen, dass das Tier überleben wird, sind das die Geschichten, die wir gern weitergeben“. Die Katze, die sich auf der Baustelle aufgespießt hatte, wird sich erholen und da sie erst vier Jahre alt ist, hoffentlich noch ein sehr langes, gesundes Leben haben. „Solange sie sich in Zukunft von Betoneisen fernhält“, resümiert Muir lachend im Gespräch mit PETBOOK.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.